Schmerzensgeld: Ansprüche durchsetzen oder abwehren mit Kompetenz und Erfahrung von T.H. Jung

Nach einem Verkehrsunfall sitzt der Schreck oft tief: Zu den Blechschaden können auch Verletzungen hinzukommen, für die die Geschädigten Schmerzensgeld fordern können.

Die gesetzliche Grundlage findet sich in § 253 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB). Hier heißt es:

(1) Wegen eines Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, kann Entschädigung in Geld nur in den durch das Gesetz bestimmten Fällen gefordert werden.

(2) Ist wegen einer Verletzung des Körpers, der Gesundheit, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung Schadensersatz zu leisten, kann auch wegen des Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, eine billige Entschädigung in Geld gefordert werden.

Das Gesetz legt sich somit nicht genau fest, wie hoch nach einem Unfall das Schmerzensgeld ausfallen muss. Dies bedeutet, es muss immer je nach Einzelfall entschieden und alle Umstände berücksichtigt werden.

Schwierig ist es dabei immer, einen körperlichen Schaden in Geld auszudrücken. Die Rechtsprechung hat jedoch im Laufe der Jahre Richtwerte entwickelt, die in sogenannte Schmerzensgeldtabellen einfließen. Sie listen Gerichtsurteile nach Höhe des gewährten Schmerzensgeldes und Art der Verletzung auf, um vergleichbare Fälle als Richtwert finden zu können.

Hierfür gelten folgende Kriterien:

  • Art der Verletzung
  • Ausmaß der Verletzung
  • Schwere der Verletzung
  • Dauer der Beeinträchtigung
  • Krankenhausaufenthalt
  • Entstellungen
  • Intensität von Schmerzen
  • Arbeitsunfähigkeit
  • Beeinträchtigung im Alltag
  • Mitverschulden
  • Vorsatz/Fahrlässigkeit des Schädigers

 

Der Geschädigte muss beweisen, dass der Unfall durch den Unfallgegner verursacht worden ist. Er muss aber für ein Schmerzensgeld nach einem Unfall ebenfalls beweisen, dass die erlittenen Verletzungen „unfallbedingt“ sind. Dies ist der Fall, wenn die Verletzungen nachweislich durch den Unfall verursacht worden sind. Die Verletzungen müssen zudem eine gewisse Intensität und Dauer haben.

Begeben Sie sich nicht ohne rechtliche Beratung in die Hände der gegnerischen Versicherung!

Diese hat lediglich ein Interesse an der Zahlung keines oder eines möglichst geringen Schmerzensgeldes nach einem Verkehrsunfall. Insbesondere bei unbedacht unterschriebenen Abfindungsvergleichen können Folgeschäden in der Regel nicht mehr geltend gemacht werden.

Ein  Rechtsanwalt, der eine erfolgreiche Durchsetzung Ihrer Ansprüche gewährleistet, ist bei einem Autounfall ebenfalls von der KFZ-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners -soweit der Unfall durch diesen verursacht wurde- zu zahlen.